Prepaid Karte @ Indien
Heute war ich in Neu Delhi unterwegs um mir eine Prepaid Karte zu kaufen. Meine Kollegen berichteten mir, dass die Gebühren sehr niedrig ausfallen und es die beste Lösung ist mit Deutschland in Kontakt zu bleiben.
So denn ging ich heute freudig los. Angekommen im Handyshop traute ich meinen Augen kaum. Es sah aus wie bei uns auf irgendeinem Amt. An der Tür zwei Türsteher in Uniform, gut, das ist bei unseren Arbeitsämtern nicht so, aber dort saßen Inder mit Wartenummern um an die Reihe zu kommen. Nun gut, das macht man hier dann wohl so. Drum machte ich mich auf zum Automaten um mir auch eine Wartenummer zu ziehen. Weil es nicht ganz so einfach ist den Automaten zu bedienen, obwohl einem die englische Sprache angeboten wird, war direkt ein Uniformierter damit beschäftigt für jeden Kunden eine Nummer zu ziehen. Tatsächlich musste sich der Bedienstete durch mehrere Menüs klicken, je nachdem was der Kunde für Wünsche hat, um die richtige Nummer zu erhalten. Weil ich so ein Glückspilz bin, kannte sich zum Glück sein Kollege mit dem Gerät aus. Mittlerweile kannte ich zwar fast alle Menüs auswendig, aber was solls, ich hatte jetzt meine Nummer.
Plötzlich sah mich ein Mitarbeiter, kam auf mich zu und führte mich direkt an allen anderen vorbei. Das war schon irgendwie toll, auch wenn ich verwundert war. Um den Mitarbeiter nicht unnötig zu verwirren, habe ich das einfach so über mich “ergehen” lassen.
Kaum hatte ich Prepaid ausgesprochen lagen auch schon mehrere Formulare auf dem Tisch. Um an eine Karte zu kommen musste ich zunächst zwei Passbilder haben, die auch in die Formulare geklebt wurden. Außerdem wollte der Mitarbeiter von mir mein Visum. Weiter ging es dann mit der Angabe meines ersten Wohnsitzes in Deutschland, meiner Unterkunft in Indien, der Angabe der Adressen von zwei Indern, einem Fingerabdruck und mindestens sechs Unterschriften. Natürlich sollte ich zu jeder Adresse auch noch eine Telefonnummer angeben. Da soll nochmal einer sagen in Deutschland ist es bürokratisch.
Wen ich echt super fand, war der Mitarbeiter. Ich kam sofort dran, er hat alles für mich ausgefüllt (das wurde nur bei mir gemacht) und mich ein weiteres Mal einfach an allen wartenden Kunden direkt zur Kasse gebracht. Also das nenne ich Service!
Aktuell warte ich noch darauf, dass die Karte freigeschaltet wird. Sobald es dann aber freigeschaltet ist, kann ich zu folgenden Konditionen telefonieren:
- 6,4 (9,1 Eurocent) Rupien ins dt. Festnetz
- 10 (14,2 Eurocent) Rupien ins dt. Mobilnetz
- 1 (1,42 Eurocent) Rupie lokale SMS
- 1,5 (2,1 Eurocent) Rupien nationale SMS
- 5 (7,1 Eurocent) Rupien internationale SMS
- 1 (1,42 Eurocent) Rupie ins nationale Mobil- und Festnetz
- 1,5 (2,1 Eurocent) Rupien ins internationale Mobil- und Festnetz
Das Aufladen des Handys ist lt. Beschreibung übrigens sehr einfach. Es gibt fast in jedem Shop Aufladekarten, es kann über das Internet und Kreditkarte oder sogar direkt mit dem Handy und Kreditkarte aufgeladen werden. Wie und ob das ohne weiteres funktioniert werde ich noch sehen. Wo wir gerade beim Bezahlen sind. Mir wurde von einem Verkäufer erst erzählt, dass ich die Prepaid-SIM-Karte im Laden auch mit Kreditkarte zahlen kann. Dem war nicht so und zum Glück hatte mein Kollege 99 Rupien dabei.